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Rehkeule zerlegen

| Jagd | 22. Mai 2015

 

 

 

Der Fachmann Joahnn Lafer zeigt wie eine Rehkeule ausgelöst wird:

 

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Lamas „spucken die Tiere“

| Allgemein | 22. Mai 2015

Lamas – Neuweltkameliden – stammen aus den Anden und werden auch bei uns mit zunehmener Begeisterung gehalten:

Lamas und Alpakas spucken:

– zur Klärung der Rangordnung innerhalb der Herde

– um Dominanz zu zeigen

– um Ärger und Unbehagen auszudrücken

– um aufdringliche Artgenossen auf Distanz zu halten.

i.d.R. spucken sie also nicht auf Menschen.

Lamas und Alpakas sind domestizierte Tiere und dürfen daher auch von Privatleuten gehalten werden. Sie sind seit 1996 in Deutschland als landwirtschaftliche Nutztiere im Sinne des § 51 BeWG anerkannt. Der Vieheinheitenschlüssel wurde mit 0,3 VE für Alpakas und Lamas festgelegt.

Empfehlungen zur Haltung von Lamas und Alpakas

 

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Wildhaltung in PV-Anlagen

| Wildhaltung | 22. Mai 2015

keine Mehrfachnutzung durch Hirsche in PV-Anlagen….

Inhalt aus Internetseite Jagderleben.de:

Aus für „Strom-Hirsche“ in PV-Anlagen

Was auf den ersten Blick als gute Idee erscheint, wirft auf den zweiten Blick etliche Fragen auf: Die landwirtschaftliche Wildhaltung in umzäunten Solarparks. Für Niederbayern ist diese Form der ‚Mehrfachnutzung‘ von Grünflächen jetzt aus tierschutzrechtlichen Gründen untersagt worden.

Auf ‚gepackten Koffern‘:

Dieses in einem Solarpark in Niederbayern gehaltene Rotwildrudel muss ‚umziehen‘.

Anlass dazu war ein konkreter Fall im Landkreis Deggendorf. Der Betreiber mehrerer Photovoltaik-Anlage (PVA) zur Solarstrom-Erzeugung wollte sich die Tierhaltung ordnungsgemäß genehmigen lassen. Zudem erhielt das Veterinäramt Hinweise aus der Bevölkerung auf die ungewöhnlichen ‚Wildgehege‘.

Auf Anfrage von jagderleben teilte die zuständige Veterinärdirektorin mit, dass man diese Form der Nutzung ‚als problematisch‘ eingestuft habe.
Die Gründe: Es handelt sich dabei um die Haltung von Geweih tragenden Fluchttieren auf einem Gelände mit zahlreichen verletzungsträchtigen Gegenständen (Ecken und Kanten der PV-Platten, Verspannungen mit Drahtseilen, Stacheldraht an der Oberkante der Maschendrahtumzäunung). Dadurch sei die uneingeschränkte Nutzbarkeit der Bodenfläche nicht ausreichend gegeben.
Ein weiteres Problem: Für den notwendigen Abschuss im Gehege fehle es an einem freien Schussfeld (insbesondere bei einem eventuell erforderlichen Nachschuss).
Da man es dabei jedoch mit einer ‚gänzlich neuen Form der Tierhaltung‘ zu tun hatte, ließ die Behörde ihre Einschätzung durch die Regierung von Niederbayern abklären. Wohl wegen der grundsätzlichen Bedeutung des Falles – Niederbayern ist eine Region mit einer hohen Dichte an PV-Anlagen auf ehemals rein landwirtschaftlichen Nutzflächen – gab diese ein Gutachten in Auftrag. Ergebnis: ‚Die Haltung von Rotwild in Solarparks ist aus tierschutzrechtlicher Sicht nicht möglich.‘
Analog dazu dürfte diese Einschätzung auch auf Damwild übertragbar sein. Bei Rindern müsse der Einzelfall geprüft werden. Eher unproblematisch erscheint es, unter bestimmten Voraussetzungen die Grünflächen zwischen und unter den PV-Platten durch Schafe beweiden zu lassen.
Was passiert nun mit den ‚Strom-Hirschen? Wie die Leiterin des Veterinäramtes gegenüber jagderleben mitteilte, muss das Gehege in der PVA aufgelöst werden. Der Eigentümer ist darüber bereits informiert. Das Gatterwild soll – sobald die Jungtiere groß genug für eine Betäubung sind – in ein ’normales Rotwildgehege‘ (entsprechend der Gehegewildrichtlinie) umgesetzt werden.

JM

Schießerlaubnis

| Wildhaltung | 11. Oktober 2014

keine Gewähr der Angaben, keine Vollständigkeit, keine behördliche Auskunft, nur Erfahrungen eines Wildhalters.

Schießen von Gehegewild:

Zum Schießen mit Betäubungsgewehren und Büchsen in landwirtschaftlichen Wildgehegen, deren Geschosse eine Bewegungsenergie von über 7,5 Joule erteilt wird (Büchsen und fast alle Teleinjektionsgeräte bis auf Blasrohre), muss beim Landratsamt eine Schießerlaubnis beantragt werden. Da es sich beim Töten von Gehegewild nicht um Jagdausübung handelt, gilt dies auch für Jagdscheininhaber.
In der Regel wird dann von Sachkundigen die Schießposition genau festgelegt (natürlicher Kugelfang, Hochstand etc.).
Die Genehmigung wird immer für ein Gehege (Flur-Nummer) ausgestellt, so dass ein Wildhalter einem ander Wildhalter nicht ohne Zustimmung des Landratsamtes aushelfen darf (im Notfall telefonische Absprache möglich). Selbstverständlich kann die Genehmigung nur für erfasste (genehmigte, gemeldete) Gehege erfolgen.
Die Genehmigung gilt für 5 Jahre und muss dann wieder verlängert werden (Kosten ca. 100 Euro, im Einzelfall
sei auch Dauergenehmigung möglich).

Sachkundeprüfungen führen die jeweiligen Landesverbände durch.

Angaben ohne Gewähr – wenden Sie sich bei allen Fragen an Ihre Behörde.

Immobilisieren von Gehegewild:
Die Betäubung warmblütiger Tiere ist nach § 5 Abs. 1 Satz 1 u. 2 Tierschutzgesetz  Tierärzten vorbehalten.

Für die Immobilisierung von Gehegewild kann die zuständige Behörde Ausnahmen zulassen, sofern ein berechtigter Grund nachgewiesen wird.

In der Regel erhalten Wildhalter eine solche Genehmigung, wenn ein entsprechender Sachkundelehrgang nachgewiesen wird.
Gründe sind z.B. :

  • der Tierarzt ist aufgrund der regionalen tierärztlichen Versorgung in Notfällen nicht innerhalb kurzer Zeit verfügbar;
  • der betreuende Gehegetierarzt erfüllt nicht die waffenrechtlichen Voraussetzungen oder
  • verfügt nicht über die entsprechende Ausrüstung und Fähigkeit in deren Umgang;
  • der z. T. enorme Zeitaufwand für eine Immobilisation wird unbezahlbar;
  • der Tierarzt hat als Fremder selten die Möglichkeit, auf die nötige, relativ geringe Distanz an die Tiere heranzukommen.

 

Narkosegewehre mit einer Bewegungsenergie über 7,5 Joule – dies sind bis auf die Blasrohre praktisch alle Teleinjektionsgeräte – unterliegen den Bestimmungen des Waffengesetzes. Für den Erwerb ist  eine Waffenbesitzkarte  erforderlich.

Für den Einsatz von Blasrohren ist zwar keine waffenrechtliche Erlaubnis erforderlich, jedoch eine tierschutzrechtliche Erlaubnis. Dies bedeutet, dass auch der Blasrohrbenutzer eine Ausnahmegenehmigung beim zuständigen Veterinäramt beantragen muss, die wiederum nur bei Nachweis der entsprechenden Sachkunde und eines berechtigten Grundes erteilt wird.

Jagdscheininhaber:

Narkosewaffen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Handhabung, Geschosse und deren Ballistik sehr wesentlich von Jagdgewehren. Der Umgang mit Immobilisationsgeräten ist aber nirgendwo Bestandteil der Jägerprüfung, so dass das Landratsamt bei Jagdscheininhabern die Ausstellung einer WBK für Narkosewaffen vom Nachweis der waffentechnischen Sachkunde abhängig machen kann. Darüber hinaus ist der Nachweis der besonderen tierschutzrechtlichen Sachkunde für Jagdscheininhaber selbstverständlich auch Pflicht.

Tierärzte:

Tierärzte benötigen auf Grund ihrer Ausbildung keine tierschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung, sie müssen allerdings wie Nichttierärzte auch die waffenrechtlichen Voraussetzungen durch Ablegen einer Sachkundeprüfung nach § 7 Waffengesetz erfüllen. Für Tierärzte mit Jagdschein gilt, dass auch sie für die Ausstellung einer WBK für Narkosewaffen einen Nachweis über ihre waffentechnische Sachkunde für Narkosewaffen erbringen müssen.

Injektion – Hellabrunner Mischung:

Spritzenpfeilen mit 1-3ml Injektionsvolumen bieten sich nur wenige Medikamente an. Diese müssen bei geringer Menge hochwirksam sein. Gleichzeitig sollten sie einfach zu dosieren und möglichst ungefährlich in der Anwendung sein.

Durchgesetzt hat sich die „Hellabrunner Mischung„, welche Henning Wiesner als Zoodirektor des Münchner Tierparks Hellabrunn erfand.
Bei dieser Kombination werden 500mg Xylazin-Pulver mit 4ml Ketamin (100mg/ml) aufgelöst. Jeder Milliliter dieser Lösung enthält somit 125mg Xylazin und 100mg Ketamin.
Wartezeit: 4 Wochen.

Dosierungsempfehlung:  von: Dr. Martin Janovsky, Dr. Wolfang Zenker und PD Dr. Marco Giacometti.

Ballistik, Flugbahn, Narkosegewehre, Ablauf Immobilisation, antagonisieren     hier 

– von Dr. Marco Giacometti.
Mit einem Betäubungsgewehr kann auf höchstens 60 m angehalten werden.

Weitere Infos zum Thema Immobilisation über ausgebrochene Tiere siehe   hier

Haftpflichtversicherung:

In der Regel übernimmt die landwirtschaftliche Haftpflichtversicherung auch den Versicherungsschutz.
Achten Sie aber unbedingt darauf, dass dieser Passus „Schießen im Wildgehege“ in den AGB steht bzw. bestätigt wird.
Die Landratsämter prüfen diese Voraussetzung verständlicherweise sehr genau…
dann wenn ein Unfall passiert und es besteht keine Versicherung, dann…..

 

Injektion – Hellabrunner Mischung:

Spritzenpfeilen mit 1-3ml Injektionsvolumen bieten sich nur wenige Medikamente an. Diese müssen bei geringer Menge hochwirksam sein. Gleichzeitig sollten sie einfach zu dosieren und möglichst ungefährlich in der Anwendung sein.

Durchgesetzt hat sich die „Hellabrunner Mischung„, welche Henning Wiesner als Zoodirektor des Münchner Tierparks Hellabrunn erfand.
Bei dieser Kombination werden 500mg Xylazin-Pulver mit 4ml Ketamin (100mg/ml) aufgelöst. Jeder Milliliter dieser Lösung enthält somit 125mg Xylazin und 100mg Ketamin.
Wartezeit: 4 Wochen.

Dosierungsempfehlung:  von: Dr. Martin Janovsky, Dr. Wolfang Zenker und PD Dr. Marco Giacometti.

Ballistik, Flugbahn, Narkosegewehre, Ablauf Immobilisation, antagonisieren     hier 

– von Dr. Marco Giacometti.
Mit einem Betäubungsgewehr kann auf höchstens 60 m angehalten werden.

Weitere Infos zum Thema Immobilisation über ausgebrochene Tiere siehe   hier

Haftpflichtversicherung:

In der Regel übernimmt die landwirtschaftliche Haftpflichtversicherung auch den Versicherungsschutz.
Achten Sie aber unbedingt darauf, dass dieser Passus „Schießen im Wildgehege“ in den AGB steht bzw. bestätigt wird.
Die Landratsämter prüfen diese Voraussetzung verständlicherweise sehr genau…
dann wenn ein Unfall passiert und es besteht keine Versicherung, dann…..

 

 

 

Hygienevorschriften

| EU-Hygiene | 7. Oktober 2014

VO EG 853/2004

Nach Artikel 4 der Verordnung (EG) 853/2004 dürfen Lebensmittelunternehmer in der Gemeinschaft hergestellte Erzeugnisse tierischen Ursprungs nur in den Verkehr bringen, wenn sie ausschließlich in Betrieben be- und verarbeitet worden sind, die den einschlägigen Anforderungen der Verordnungen (EG) 852/2004 und 853/2004 entsprechen und von der zuständigen Behörde registriert – oder sofern dies erforderlich ist – zugelassen worden sind.

Welche Betriebe sind zulassungspflichtig?

  • alle selbst schlachtenden Metzger oder Direktvermarkter (Schweine, Rinder, Lämmer, Pferde, Farmwild, Geflügel, Kaninchen)
  • Wildverarbeitungsbetriebe
  • Einzelhandelsbetriebe, z.B. nicht selbst schlachtende Metzgereien oder Hofkäsereien, die an andere Einzelhandelsbetriebe mehr als 1/3 ihrer Herstellungsmenge an Lebensmitteln tierischen Ursprungs oder in einem Umkreis von mehr als 100 km abgeben
  • Betriebe, die im eigenen Betrieb hergestellte tierische Lebensmittel an andere zugelassene Betriebe abgeben

Welche Ausnahmen von der Zulassungspflicht gibt es?

  • Gehegewildhalter, die ihr Farmwild im Gehege töten und an einem geeigneten Platz im Herkunftsbetrieb ausweiden
  • direkte Abgabe kleiner Mengen (bis 10.000 Stück/Jahr) von Fleisch von Geflügel und Hasentieren, das/die im (eigenen) landwirtschaftlichen Betrieb geschlachtet worden ist/sind, durch den Erzeuger an den Endverbraucher oder an örtliche Einzelhandelsunternehmen
  • Jäger, die kleine Mengen von Wild oder Wildfleisch direkt an den Endverbraucher oder an örtliche (Umkreis 100 km vom Erlegungs- oder Wohnort) Einzelhandelsunternehmen zur direkten Abgabe an den Endverbraucher abgeben
  • Abgabe von Primärprodukten wie Rohmilch, Milch-ab-Hof, Vorzugsmilch, Eier (ausgenommen Packstellen), Honig, Wild in der Decke, Fisch, soweit dieser über das Töten und Ausnehmen nicht weiter behandelt wurde

Wer stellt den Antrag?

Die Verantwortung für die rechtzeitige Antragstellung obliegt dem Betriebsinhaber.

Wer ab dem 01.01.2010 nicht über die erforderliche Zulassung verfügt, darf zulassungspflichtige Tätigkeiten wie z.B. die oben genannten nicht mehr ausüben. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Bearbeitung der Anträge einige Zeit in Anspruch nehmen kann, insbesondere für den Fall, dass bauliche Maßnahmen notwendig sind. Die Regierung von Schwaben rät daher zu einer baldigen Antragsstellung bis spätestens Anfang Juli 2008.

Wo wird der Antrag auf Zulassung gestellt?

Der Antrag ist schriftlich beim Landratsamt oder der kreisfreien Stadt einzureichen. Bei diesen können Antragsteller Einzelheiten zum Zulassungsverfahren erfahren. Inwieweit Ihr Betrieb der Zulassungspflicht unterliegt, erfahren Sie bei Ihrem zuständigen Veterinäramt. Das Landratsamt/die kreisfreie Stadt reicht die vollständigen Unterlagen nach Prüfung an die Regierung von Schwaben als Zulassungsbehörde weiter.

(dies war ein Auszug aus einem Bericht der Regierung von Schwaben)

………  und nun    >> zum kompletten Werk (853/2004)

Wildbretgewinnung nach neuem Lebensmittelrecht

Grundlagen- Richtwertekatalog

| Wildhaltung | 7. Oktober 2013

Die tiergerechte Haltung von Dam-, Rot-, Sika-, Muffel- und Schwarzwild sowie Bison und Strauß dienst dem vorrangigen Ziel der Fleischerzeugung und der Landschaftspflege. Dabei wird auf vorhandenen Grünlandflächen hochwertiges Wildfleisch erzeugt und zusätzliche Einkommensalternativen im ländlichen Raum geschaffen.
Im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung der Landwirtschaftlichen Landesanstalten der Bundesländer wurde in deutschlandweiter „Grundlagen- und Richwertekatalog der landwirtschaftlichen Gehegewildhaltung“ erstellt. Dieser Katalog besteht aus Tabellen und Übersichten zu Rechtsnormen, Zucht und Haltung, Fütterung sowie Tiergesundheit, Vermarktung und Wirtschaftlichkeit.
Der Katalog wird ständig ergänzt.

< zum Katalog >  pdf-Datei

 

Koordination
Datensammlung zur landwirtschaftlichen Gehegewildhaltung im Rahmen
der Kooperationsvereinbarung Landwirtschaft, Arbeitsfeld Gehegewildhaltung,
der Länder Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern,
Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen
Gesamtkoordination
Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL)
www.tll.de/ainfo

 

Damhirsch – Schlachtkörper zerlegen

| Vermarktung | 3. Oktober 2013

Wie zerlege ich einen Damhirschschlachtkörper ?
In diesem Filmbeitrag zeigt Fleischermeister Schmidt wie ein Damhirsch fachgerecht zerlegt wird.
Der Waidmann bedient sich einer anderen Sprache als die landwirtschaftlichen Gehegehalter.
Die Jäger „zerwirken“
Hier sehen Sie einen Filmbeitrag von der Fachzeitschrift „Wildundhund“ – www.wildundhund.de



Schlachttieruntersuchung Österreich

| EU-Hygiene | 2. Oktober 2013

in unserem Nachbarland wird es so gemacht ……Erleichterungen bei Schlachttieruntersuchung ( Lebendbeschau) ist es bei uns in der BRD auch möglich ???
Nachtrag: es dauerte lange und es wurde möglich !!
– 2012

Die Vorschriften beim Schlachten für Gehegewild im Detail (für Österreich):

Sobald jemand Tiere hält und diese früher oder später zur Lebensmittelerzeugung herangezogen werden, gilt man als Lebensmittelunternehmer und übernimmt dadurch auch eine große Verantwortung.

Die Verantwortung beginnt bereits bei der Fütterung und notwendigen Tierbehandlungen und endet zum Beispiel in der Direktvermarktung mit der Übergabe des Produktes an den Konsumenten.

Laut dem geltenden Lebensmittelrecht zählt Gehegewild zum Farmwild und unterliegt einer Schlachttier- und Fleischuntersuchung durch den Beschautierarzt.
Ausgenommen von diesen Untersuchungen sind Tiere für den Eigenbedarf des Tierhalters. Die Schlachttieruntersuchung hat binnen drei Tage vor der Schlachtung zu erfolgen. Die Gültigkeit der Schlachttieruntersuchung kann auf 28 Tage verlängert werden, wenn der Tierhalter unter anderem einen entsprechenden Sachkundelehrgang besucht hat und in einem Betreuungsverhältnis mit dem Wildtiergesundheitsdienst steht. Weiters darf das Fleisch nur an den Einzelhandel zur direkten Abgabe an den Endverbraucher und an Endverbraucher selbst abgegeben werden.

Die Schlachtung im Gehege muss die Behörde genehmigen. Dies erfolgt meist bei der Aufnahme der Wildtierhaltung durch die notwendige Anzeige bei der Behörde.

Die Tötung ist laut Tierschutzschlachtverordnung mittels Kopf- oder Trägerschuss durchzuführen. Der Entblutungsschnitt und ein eventuelles Ausweiden der Tiere muss unter hygienisch einwandfreien Bedingungen erfolgen.

Im Anschluss ist der Schlachtköper binnen zwei Stunden, bei längeren Zeiträumen gekühlt, in einen zugelassenen Schlachtbetrieb zu verbringen. Im Schlachtbetrieb wird das Wild umgehend enthäutet und durch den Tierarzt beschaut. Wird der Wildkörper erst im Schlachtbetrieb ausgeweidet, so ist bei längerer Transportdauer als einer Stunde, das Fleisch zusätzlich mikrobiologisch zu untersuchen. Die Ausstattung für die Räumlichkeiten wo das Wild zerlegt und verarbeitet wird, hat den allgemeinen Vorschriften für Lebensmittelgewinnung zu entsprechen.

Schauen Sie einfach mal auf die wirklich ansprechende und informative Website der Wildhalter in Österreich.

Bericht von:                                            www.wildhaltung.at

 

ARGE landwirtschaftlicher Wildhalter Österreichs

Ing. Oliver Bernhauser

Ref. Qualitätssicherung

Tel. 02742/259-3207

oliver.bernhauser@lk-noe.at

Leitlinien Anerkennung

| Wildhaltung | 2. Oktober 2013

Diese Angaben dienen nur als Anhaltspunkt, Rechte können damit nicht abgeleitet werden.

Sofern folgende Bedingungen erfüllt sind, kann die Anerkennung, dass für das betreffende Wild im Gehege ähnliche Bedingungen wie für frei lebendes Wild vorliegen, beantragt werden:

 

1. Gehegegröße und Besatzdichte gewährleisten, dass grundsätzlich keine Fütterung erforderlich ist.

 

Eine Fütterung im Zeitraum Oktober bis April kann grundsätzlich als Fütterung in der Notzeit erachtet werden. Eine Fütterung außerhalb dieses Zeitraums – mit Ausnahme einer Kirrung oder Lockfütterung – ist grundsätzlich nicht mit ähnlichen Lebensbedingungenwie für frei lebendes Wild vereinbar. Dies trifft auch für reine Raufuttergaben zu. Über Ausnahmen entscheidet das zuständige Veterinäramt. Eine Unterteilung der Gehege zur besseren Nutzung des Aufwuchses ist möglich. Notwendige Struktur, Gestaltung, Deckungsmöglichkeiten sowie ausreichend Futtergrundlage setzen eine gewisse Mindestgröße des Geheges voraus. Bei Gehegen unter 10 ha wird eine eingehende Prüfung durch die Behörde notwendig.

2. Das Gehege weist ausreichend, möglichst natürliche Deckungsmöglichkeiten auf.

Die Deckung muss gewährleisten, dass sich die Tiere dem Blick vom Gehegezaun aus entziehen können (zumindest von den Zaunseiten her, die von Straßen aus einsehbar sind). Die Deckung kann sowohl durch Pflanzen (ausreichend dichte Hecke, die auch in der laublosen Zeit noch einen gewissen Blickschutz bietet, Waldanteil im Gehege), als auch durch ein geeignetes Geländerelief (Hügel im Gehege) Als Sichtschutz ist auch eine geeignete Hecke direkt außerhalb des Gehegezaunes akzeptabel. „Künstlicher“ Sichtschutz kann ebenfalls akzeptiert werden (z. B. ausreichend langer und hoher, gegliederter Holzstoß)

3. Eine regelmäßige oder vorsorgliche arzneiliche Behandlung im Bestand ist nicht notwendig.

Arzneimittel und Anthelminthika (Wurmmittel) sind ausschließlich nach Diagnosestellung durch einen Tierarzt einzusetzen, eine prophylaktische Entwurmung findet nicht  statt. Eine Dauerbehandlung mit solchen Medikamenten entspricht ebenfalls nicht den Bedingungen für frei lebendes Wild. Sofern der Status frei lebendes Wild erhalten werden soll, muss der Parasitenbefall durch verbesserte Lebensbedingungen anstelle regelmäßiger Entwurmungen reguliert werden. Ist dies nicht möglich, so liegen keine ähnlichen Bedingungen wie für frei lebendes Wild vor. Davon unberührt bleiben aus Tierschutzgründen gebotene Behandlungen einzelner erkrankter Tiere. Der Antrag auf Anerkennung ist an das zuständige Veterinäramt zu stellen. Sofern das Wild

 m Gehege unter ähnlichen Bedingungen wie frei lebendes Wild lebt und dies anerkannt wurde, sind die lebensmittelrechtlichen Vorschriften für frei lebendes Wild (erlegtes Wild) anzuwenden.
Sofern die Abgrenzungskriterien nicht eingehalten werden können, ist das im Gehege gehaltene Wild Farmwild im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 853/2004.


Schlachten von Freilandrindern

| EU-Hygiene | 2. Oktober 2013

 

2012….. eine zugelassene Schlachtstätte muss dafür nicht auf dem Hof vorhanden sein. Diese nationale Ausnahmeregelung zum EU-Lebensmittelhygienerecht hat der Bundesrat in seiner Sitzung  beschlossen.

Der Transport ganzjährig im Freiland gehaltener Rinder in einen Schlachthof sei aufgrund der Wildheit der Tiere ohne eine Beeinträchtigung der Fleischqualität oft nicht möglich sowie wirtschaftlich untragbar und für die Transporteure gefährlich. Die Regelung ist laut Beschluss allerdings beschränkt auf einzelne Rinder und eine maximale Dauer von einer Stunde für den Transport der Schlachtkörper in einen Schlachthof.

Lebensmittelunternehmer müssen sich der Verordnung zufolge auf zwei neue Informationspflichten einstellen, nämlich eine einmalige Antragspflicht zur grundsätzlichen Ermöglichung der Schlachtung im Haltungsbetrieb und eine anlassbezogene Meldepflicht zwecks Durchführung der Schlachttieruntersuchung bei jeder einzelnen Schlachtung. Die damit verbundenen voraussichtlichen Bürokratiekosten in Höhe von 7,58 Euro pro Betrieb für die einmalige Genehmigung und 2,48 Euro pro Schlachtung werden nach Einschätzung des Bundesrats durch Kostenentlastungen ausgeglichen, die durch die Schlachtung der Tiere auf dem Haltungsbetrieb entstehen.

Entsprechend dem EU-Lebensmittelhygienerecht sind Schlachttiere grundsätzlich lebend zu einer Schlachtstätte zu transportieren und dort zu schlachten. Eine Ausnahme davon war bislang lediglich für Farmwild und Bisons vorgesehen. Diese durften bereits in den zurückliegenden Jahren zum Beispiel im Gehege geschossen werden, um Qualitätsverluste beim Fleisch zu vermeiden. (AgE)

Quelle: www.topagrar.com

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