Willkommen, Besucher! [ registrieren | LoginRSS Feed  | 

Schießerlaubnis

| Wildhaltung | 11. Oktober 2014

keine Gewähr der Angaben, keine Vollständigkeit, keine behördliche Auskunft, nur Erfahrungen eines Wildhalters.

Schießen von Gehegewild:

Zum Schießen mit Betäubungsgewehren und Büchsen in landwirtschaftlichen Wildgehegen, deren Geschosse eine Bewegungsenergie von über 7,5 Joule erteilt wird (Büchsen und fast alle Teleinjektionsgeräte bis auf Blasrohre), muss beim Landratsamt eine Schießerlaubnis beantragt werden. Da es sich beim Töten von Gehegewild nicht um Jagdausübung handelt, gilt dies auch für Jagdscheininhaber.
In der Regel wird dann von Sachkundigen die Schießposition genau festgelegt (natürlicher Kugelfang, Hochstand etc.).
Die Genehmigung wird immer für ein Gehege (Flur-Nummer) ausgestellt, so dass ein Wildhalter einem ander Wildhalter nicht ohne Zustimmung des Landratsamtes aushelfen darf (im Notfall telefonische Absprache möglich). Selbstverständlich kann die Genehmigung nur für erfasste (genehmigte, gemeldete) Gehege erfolgen.
Die Genehmigung gilt für 5 Jahre und muss dann wieder verlängert werden (Kosten ca. 100 Euro, im Einzelfall
sei auch Dauergenehmigung möglich).

Sachkundeprüfungen führen die jeweiligen Landesverbände durch.

Angaben ohne Gewähr – wenden Sie sich bei allen Fragen an Ihre Behörde.

Immobilisieren von Gehegewild:
Die Betäubung warmblütiger Tiere ist nach § 5 Abs. 1 Satz 1 u. 2 Tierschutzgesetz  Tierärzten vorbehalten.

Für die Immobilisierung von Gehegewild kann die zuständige Behörde Ausnahmen zulassen, sofern ein berechtigter Grund nachgewiesen wird.

In der Regel erhalten Wildhalter eine solche Genehmigung, wenn ein entsprechender Sachkundelehrgang nachgewiesen wird.
Gründe sind z.B. :

  • der Tierarzt ist aufgrund der regionalen tierärztlichen Versorgung in Notfällen nicht innerhalb kurzer Zeit verfügbar;
  • der betreuende Gehegetierarzt erfüllt nicht die waffenrechtlichen Voraussetzungen oder
  • verfügt nicht über die entsprechende Ausrüstung und Fähigkeit in deren Umgang;
  • der z. T. enorme Zeitaufwand für eine Immobilisation wird unbezahlbar;
  • der Tierarzt hat als Fremder selten die Möglichkeit, auf die nötige, relativ geringe Distanz an die Tiere heranzukommen.

 

Narkosegewehre mit einer Bewegungsenergie über 7,5 Joule – dies sind bis auf die Blasrohre praktisch alle Teleinjektionsgeräte – unterliegen den Bestimmungen des Waffengesetzes. Für den Erwerb ist  eine Waffenbesitzkarte  erforderlich.

Für den Einsatz von Blasrohren ist zwar keine waffenrechtliche Erlaubnis erforderlich, jedoch eine tierschutzrechtliche Erlaubnis. Dies bedeutet, dass auch der Blasrohrbenutzer eine Ausnahmegenehmigung beim zuständigen Veterinäramt beantragen muss, die wiederum nur bei Nachweis der entsprechenden Sachkunde und eines berechtigten Grundes erteilt wird.

Jagdscheininhaber:

Narkosewaffen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Handhabung, Geschosse und deren Ballistik sehr wesentlich von Jagdgewehren. Der Umgang mit Immobilisationsgeräten ist aber nirgendwo Bestandteil der Jägerprüfung, so dass das Landratsamt bei Jagdscheininhabern die Ausstellung einer WBK für Narkosewaffen vom Nachweis der waffentechnischen Sachkunde abhängig machen kann. Darüber hinaus ist der Nachweis der besonderen tierschutzrechtlichen Sachkunde für Jagdscheininhaber selbstverständlich auch Pflicht.

Tierärzte:

Tierärzte benötigen auf Grund ihrer Ausbildung keine tierschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung, sie müssen allerdings wie Nichttierärzte auch die waffenrechtlichen Voraussetzungen durch Ablegen einer Sachkundeprüfung nach § 7 Waffengesetz erfüllen. Für Tierärzte mit Jagdschein gilt, dass auch sie für die Ausstellung einer WBK für Narkosewaffen einen Nachweis über ihre waffentechnische Sachkunde für Narkosewaffen erbringen müssen.

Injektion – Hellabrunner Mischung:

Spritzenpfeilen mit 1-3ml Injektionsvolumen bieten sich nur wenige Medikamente an. Diese müssen bei geringer Menge hochwirksam sein. Gleichzeitig sollten sie einfach zu dosieren und möglichst ungefährlich in der Anwendung sein.

Durchgesetzt hat sich die „Hellabrunner Mischung„, welche Henning Wiesner als Zoodirektor des Münchner Tierparks Hellabrunn erfand.
Bei dieser Kombination werden 500mg Xylazin-Pulver mit 4ml Ketamin (100mg/ml) aufgelöst. Jeder Milliliter dieser Lösung enthält somit 125mg Xylazin und 100mg Ketamin.
Wartezeit: 4 Wochen.

Dosierungsempfehlung:  von: Dr. Martin Janovsky, Dr. Wolfang Zenker und PD Dr. Marco Giacometti.

Ballistik, Flugbahn, Narkosegewehre, Ablauf Immobilisation, antagonisieren     hier 

– von Dr. Marco Giacometti.
Mit einem Betäubungsgewehr kann auf höchstens 60 m angehalten werden.

Weitere Infos zum Thema Immobilisation über ausgebrochene Tiere siehe   hier

Haftpflichtversicherung:

In der Regel übernimmt die landwirtschaftliche Haftpflichtversicherung auch den Versicherungsschutz.
Achten Sie aber unbedingt darauf, dass dieser Passus „Schießen im Wildgehege“ in den AGB steht bzw. bestätigt wird.
Die Landratsämter prüfen diese Voraussetzung verständlicherweise sehr genau…
dann wenn ein Unfall passiert und es besteht keine Versicherung, dann…..

 

Injektion – Hellabrunner Mischung:

Spritzenpfeilen mit 1-3ml Injektionsvolumen bieten sich nur wenige Medikamente an. Diese müssen bei geringer Menge hochwirksam sein. Gleichzeitig sollten sie einfach zu dosieren und möglichst ungefährlich in der Anwendung sein.

Durchgesetzt hat sich die „Hellabrunner Mischung„, welche Henning Wiesner als Zoodirektor des Münchner Tierparks Hellabrunn erfand.
Bei dieser Kombination werden 500mg Xylazin-Pulver mit 4ml Ketamin (100mg/ml) aufgelöst. Jeder Milliliter dieser Lösung enthält somit 125mg Xylazin und 100mg Ketamin.
Wartezeit: 4 Wochen.

Dosierungsempfehlung:  von: Dr. Martin Janovsky, Dr. Wolfang Zenker und PD Dr. Marco Giacometti.

Ballistik, Flugbahn, Narkosegewehre, Ablauf Immobilisation, antagonisieren     hier 

– von Dr. Marco Giacometti.
Mit einem Betäubungsgewehr kann auf höchstens 60 m angehalten werden.

Weitere Infos zum Thema Immobilisation über ausgebrochene Tiere siehe   hier

Haftpflichtversicherung:

In der Regel übernimmt die landwirtschaftliche Haftpflichtversicherung auch den Versicherungsschutz.
Achten Sie aber unbedingt darauf, dass dieser Passus „Schießen im Wildgehege“ in den AGB steht bzw. bestätigt wird.
Die Landratsämter prüfen diese Voraussetzung verständlicherweise sehr genau…
dann wenn ein Unfall passiert und es besteht keine Versicherung, dann…..

 

 

 

No Tags

  

Sponsored Links

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.

News Kategorien

weitere Infos