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Hygienevorschriften

| EU-Hygiene | 7. Oktober 2014

VO EG 853/2004

Nach Artikel 4 der Verordnung (EG) 853/2004 dürfen Lebensmittelunternehmer in der Gemeinschaft hergestellte Erzeugnisse tierischen Ursprungs nur in den Verkehr bringen, wenn sie ausschließlich in Betrieben be- und verarbeitet worden sind, die den einschlägigen Anforderungen der Verordnungen (EG) 852/2004 und 853/2004 entsprechen und von der zuständigen Behörde registriert – oder sofern dies erforderlich ist – zugelassen worden sind.

Welche Betriebe sind zulassungspflichtig?

  • alle selbst schlachtenden Metzger oder Direktvermarkter (Schweine, Rinder, Lämmer, Pferde, Farmwild, Geflügel, Kaninchen)
  • Wildverarbeitungsbetriebe
  • Einzelhandelsbetriebe, z.B. nicht selbst schlachtende Metzgereien oder Hofkäsereien, die an andere Einzelhandelsbetriebe mehr als 1/3 ihrer Herstellungsmenge an Lebensmitteln tierischen Ursprungs oder in einem Umkreis von mehr als 100 km abgeben
  • Betriebe, die im eigenen Betrieb hergestellte tierische Lebensmittel an andere zugelassene Betriebe abgeben

Welche Ausnahmen von der Zulassungspflicht gibt es?

  • Gehegewildhalter, die ihr Farmwild im Gehege töten und an einem geeigneten Platz im Herkunftsbetrieb ausweiden
  • direkte Abgabe kleiner Mengen (bis 10.000 Stück/Jahr) von Fleisch von Geflügel und Hasentieren, das/die im (eigenen) landwirtschaftlichen Betrieb geschlachtet worden ist/sind, durch den Erzeuger an den Endverbraucher oder an örtliche Einzelhandelsunternehmen
  • Jäger, die kleine Mengen von Wild oder Wildfleisch direkt an den Endverbraucher oder an örtliche (Umkreis 100 km vom Erlegungs- oder Wohnort) Einzelhandelsunternehmen zur direkten Abgabe an den Endverbraucher abgeben
  • Abgabe von Primärprodukten wie Rohmilch, Milch-ab-Hof, Vorzugsmilch, Eier (ausgenommen Packstellen), Honig, Wild in der Decke, Fisch, soweit dieser über das Töten und Ausnehmen nicht weiter behandelt wurde

Wer stellt den Antrag?

Die Verantwortung für die rechtzeitige Antragstellung obliegt dem Betriebsinhaber.

Wer ab dem 01.01.2010 nicht über die erforderliche Zulassung verfügt, darf zulassungspflichtige Tätigkeiten wie z.B. die oben genannten nicht mehr ausüben. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Bearbeitung der Anträge einige Zeit in Anspruch nehmen kann, insbesondere für den Fall, dass bauliche Maßnahmen notwendig sind. Die Regierung von Schwaben rät daher zu einer baldigen Antragsstellung bis spätestens Anfang Juli 2008.

Wo wird der Antrag auf Zulassung gestellt?

Der Antrag ist schriftlich beim Landratsamt oder der kreisfreien Stadt einzureichen. Bei diesen können Antragsteller Einzelheiten zum Zulassungsverfahren erfahren. Inwieweit Ihr Betrieb der Zulassungspflicht unterliegt, erfahren Sie bei Ihrem zuständigen Veterinäramt. Das Landratsamt/die kreisfreie Stadt reicht die vollständigen Unterlagen nach Prüfung an die Regierung von Schwaben als Zulassungsbehörde weiter.

(dies war ein Auszug aus einem Bericht der Regierung von Schwaben)

………  und nun    >> zum kompletten Werk (853/2004)

Wildbretgewinnung nach neuem Lebensmittelrecht

Schlachttieruntersuchung Österreich

| EU-Hygiene | 2. Oktober 2013

in unserem Nachbarland wird es so gemacht ……Erleichterungen bei Schlachttieruntersuchung ( Lebendbeschau) ist es bei uns in der BRD auch möglich ???
Nachtrag: es dauerte lange und es wurde möglich !!
– 2012

Die Vorschriften beim Schlachten für Gehegewild im Detail (für Österreich):

Sobald jemand Tiere hält und diese früher oder später zur Lebensmittelerzeugung herangezogen werden, gilt man als Lebensmittelunternehmer und übernimmt dadurch auch eine große Verantwortung.

Die Verantwortung beginnt bereits bei der Fütterung und notwendigen Tierbehandlungen und endet zum Beispiel in der Direktvermarktung mit der Übergabe des Produktes an den Konsumenten.

Laut dem geltenden Lebensmittelrecht zählt Gehegewild zum Farmwild und unterliegt einer Schlachttier- und Fleischuntersuchung durch den Beschautierarzt.
Ausgenommen von diesen Untersuchungen sind Tiere für den Eigenbedarf des Tierhalters. Die Schlachttieruntersuchung hat binnen drei Tage vor der Schlachtung zu erfolgen. Die Gültigkeit der Schlachttieruntersuchung kann auf 28 Tage verlängert werden, wenn der Tierhalter unter anderem einen entsprechenden Sachkundelehrgang besucht hat und in einem Betreuungsverhältnis mit dem Wildtiergesundheitsdienst steht. Weiters darf das Fleisch nur an den Einzelhandel zur direkten Abgabe an den Endverbraucher und an Endverbraucher selbst abgegeben werden.

Die Schlachtung im Gehege muss die Behörde genehmigen. Dies erfolgt meist bei der Aufnahme der Wildtierhaltung durch die notwendige Anzeige bei der Behörde.

Die Tötung ist laut Tierschutzschlachtverordnung mittels Kopf- oder Trägerschuss durchzuführen. Der Entblutungsschnitt und ein eventuelles Ausweiden der Tiere muss unter hygienisch einwandfreien Bedingungen erfolgen.

Im Anschluss ist der Schlachtköper binnen zwei Stunden, bei längeren Zeiträumen gekühlt, in einen zugelassenen Schlachtbetrieb zu verbringen. Im Schlachtbetrieb wird das Wild umgehend enthäutet und durch den Tierarzt beschaut. Wird der Wildkörper erst im Schlachtbetrieb ausgeweidet, so ist bei längerer Transportdauer als einer Stunde, das Fleisch zusätzlich mikrobiologisch zu untersuchen. Die Ausstattung für die Räumlichkeiten wo das Wild zerlegt und verarbeitet wird, hat den allgemeinen Vorschriften für Lebensmittelgewinnung zu entsprechen.

Schauen Sie einfach mal auf die wirklich ansprechende und informative Website der Wildhalter in Österreich.

Bericht von:                                            www.wildhaltung.at

 

ARGE landwirtschaftlicher Wildhalter Österreichs

Ing. Oliver Bernhauser

Ref. Qualitätssicherung

Tel. 02742/259-3207

oliver.bernhauser@lk-noe.at

Schlachten von Freilandrindern

| EU-Hygiene | 2. Oktober 2013

 

2012….. eine zugelassene Schlachtstätte muss dafür nicht auf dem Hof vorhanden sein. Diese nationale Ausnahmeregelung zum EU-Lebensmittelhygienerecht hat der Bundesrat in seiner Sitzung  beschlossen.

Der Transport ganzjährig im Freiland gehaltener Rinder in einen Schlachthof sei aufgrund der Wildheit der Tiere ohne eine Beeinträchtigung der Fleischqualität oft nicht möglich sowie wirtschaftlich untragbar und für die Transporteure gefährlich. Die Regelung ist laut Beschluss allerdings beschränkt auf einzelne Rinder und eine maximale Dauer von einer Stunde für den Transport der Schlachtkörper in einen Schlachthof.

Lebensmittelunternehmer müssen sich der Verordnung zufolge auf zwei neue Informationspflichten einstellen, nämlich eine einmalige Antragspflicht zur grundsätzlichen Ermöglichung der Schlachtung im Haltungsbetrieb und eine anlassbezogene Meldepflicht zwecks Durchführung der Schlachttieruntersuchung bei jeder einzelnen Schlachtung. Die damit verbundenen voraussichtlichen Bürokratiekosten in Höhe von 7,58 Euro pro Betrieb für die einmalige Genehmigung und 2,48 Euro pro Schlachtung werden nach Einschätzung des Bundesrats durch Kostenentlastungen ausgeglichen, die durch die Schlachtung der Tiere auf dem Haltungsbetrieb entstehen.

Entsprechend dem EU-Lebensmittelhygienerecht sind Schlachttiere grundsätzlich lebend zu einer Schlachtstätte zu transportieren und dort zu schlachten. Eine Ausnahme davon war bislang lediglich für Farmwild und Bisons vorgesehen. Diese durften bereits in den zurückliegenden Jahren zum Beispiel im Gehege geschossen werden, um Qualitätsverluste beim Fleisch zu vermeiden. (AgE)

Quelle: www.topagrar.com

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